Zwischenwerte

Für Kombielemente ist das System der Zwischenwerte verfügbar. Zwischenwerte sind Variablen deren Wert über eine Formel errechnet wird. Der Hauptzweck ist es, Formeln in mehrere Schritte zu zerlegen um sie so übersichtlicher berechnen zu können. Zudem kann das Ergebnis an beliebig vielen anderen Stellen verwendet werden; dort muss dann nicht an jeder Stelle die vollständige Formel stehen.

  • Zwischenwerte können wie Variablen in Formeln verwendet werden. Sie beginnen ebenfalls mit 'V' und müssen innerhalb eines Kombielementes zusammen mit den Variablen eindeutig sein.

  • Zwischenwerte sind Variablen deren Wert aus Variablen oder anderen Informationen berechnet wird. Der Wert eines Zwischenwertes kann in nachfolgenden Zwischenwerten verwendet werden.

  • Zwischenwerte können wie Variablen über eine Beschreibung und Hilfsbilder dokumentiert werden. Diese Dokumentation ist für den Entwickler des Kombielementes wichtig.

  • Zwischenwerte können als Variablensätze gespeichert und verwaltet werden.

  • Mögliche Einheiten für Zwischenwerte sind m und txt. 'm' ist hier jedoch nicht als Meter zu verstehen, sondern steht für jede Zahl mit oder ohne Nachkommastellen. Zwischenwerte sind standardmäßig mit der Einheit 'm' versehen; im Dialog 'Variablendefinition' kann auf 'txt' umgestellt werden.

    • Zwischenwerte mit der Einheit 'm' können mit den üblichen mathematischen Formeln berechnet werden.

    • Zwischenwerte mit der Einheit 'txt' sind Texte. Hier wird als Formel ein Text mit allen Einträgen und Formatierungen entsprechend Kapitel 'Variablen in Texten, Identnummern' zusammengesetzt. Der Formeleditor wird hier nicht eingesetzt.

  • Zu jedem Zwischenwert kann eine Bedingung definiert werden. Ist die Bedingung erfüllt, so erhält der Zwischenwert den Wert der Formel. Ist die Bedingung nicht erfüllt, so erhält der Zwischenwert den Wert 0.0 für Einheit 'm' bzw. einen leeren Text (auch kein Leerzeichen) für Einheit 'txt'.

Beispiele:

  • Mehrere Bibliothekselemente haben gleiche berechnete Werte, z.b. Längen. Ohne Zwischenwerte müsste in jedem Bibliothekselemente die vollständige Formel stehen. Nun wird die Länge als Zwischenwert einmal berechnet und in die Bibliothekselemente nur noch der Zwischenwert geschrieben. Auch bei einer Korrektur in der Formel des Zwischenwertes sind auch alle betroffenen Bibliothekselemente korrigiert.

  • Ein berechneter Winkel muss in mehreren Formeln verwendet werden. Ohne Zwischenwerte müsste die Berechnung des Winkels in jede Formel eingesetzt werden. Nun berechnet man den Winkel nur einmal als Zwischenwert und setzt in die weiteren Formeln diesen Zwischenwert ein.

Zwischenwerte Export - Import, Bearbeitung mit Editor

(ab Version 13.01) Zwischenwerte können sehr umfangreich werden. Die Bearbeitung im Dialog wird dann aufwendig und unübersichtlich. Es gibt die Möglichkeit die Zwischenwerte in eine Datei zu exportieren, die Datei mit einem Editor zu bearbeiten und abschließend wieder zu importieren.

  • Mit Export werden alle Zwischenwerte zeilenweise in die Datei %dhptmp%\ZWEditor.txt geschrieben.

  • Die Datei %dhptmp%\ZWEditor.txt wird mit einem Editor (z.B. Notepad) bearbeitet. Dazu die Größe des Tab-Sprungs auf z.B. 40 stellen. Hier können dann die üblichen Funktionen zum Editieren, Kopieren, Suchen und Ersetzen verwendet werden. Der Überblick ist besser, da alle Zwischenwerte, Bedingungen und Formeln gleichzeitig sichtbar sind.

  • Die Datei wird gespeichert und wieder im Dialog importiert. Dabei werden zuerst alle bestehenden Zwischenwerte gelöscht, nur der Inhalt der Datei ist danach noch verfügbar.

  • Die Datei %dhptmp%\ZWEditor.txt:

  • In der Datei steht jeder Zwischenwert in einer Zeile.

  • Die Daten sind mit Tabstopps getrennt, das Zeichenformat ist UTF8 (besonders bei Bearbeitung mit Excel beachten!)

  • Die Datenfelder in einer Zeile sind:

1. Variablenname Name des Zwischenwertes

2. Variablenabfrage Kommentar zur Beschreibung des Zwischenwertes

3. Variablenbedingung Bedingung

4. Formel Formel

5. Einheit Einhei: meter oder text.

6. Variablenbeschreibung ausführliche Beschreibung

7. Hilfsbild Bild zur Erklärung

8. Variablengruppe Gruppe

9. Fixwert hier ohne Bedeutung, immer 0

10. Extern hier ohne Bedeutung, immer 0

11. Variablenanzeige hier ohne Bedeutung, immer leer

12. Enumliste hier ohne Bedeutung, immer leer

  • Jede Zeile muss alle Datenfelder, also ausreichend Tabstopps, haben, auch wenn diese leer sind.

Bedingte Zwischenwerte

Bedingte Zwischenwerte mit Zahlenwerten:

Dies ist eine wichtige Technik um abhängig von Bedingungen unterschiedliche Berechnungen auszuführen.

  • Zu jedem Zwischenwert kann eine Bedingung definiert werden. Ist die Bedingung erfüllt, so erhält der Zwischenwert den Wert der Formel. Ist die Bedingung nicht erfüllt, so erhält der Zwischenwert den Wert 0.0.

  • Mehrfachbedingungen können auch durch & verknüpft werden. Wenn also VAB größer als 4 und kleiner als 8 sein muss, so lautet der ganze Ausdruck: (VAB>4)&(VAB<8)

  • Zuerst errechnet man für jede Bedingung einen Zwischenwert. Diese heißen z.B. VBZ1, VBZ2, usw. Ist die Bedingung erfüllt, so erhält der Zwischenwert den berechneten Wert, sonst ist er 0.

  • Der eigentlich benötigt Zwischenwert wird abschließend als Summe der bedingten Zwischenwerte berechnet: VBZ = VBZ1 + VBZ2 +... Da die nicht gültigen VBZ? = 0 sind wird nur der gültige Wert an VBZ übergeben.

  • VBZ wird nun an den gewünschten Stellen, z.B. bei einem Bibliothekselement eingesetzt. Ohne bedingte Zwischenwerte hätte man für jede Situation ein Bibliothekselement mit entsprechenden Bedingungen anlegen müssen.

Bedingte Zwischenwerte mit Texten:

Auf diesem Weg kann man auch Texte zusammenstellen, die je nach Bedingung unterschiedlich sein müssen. Diese Texte können auch für Identnummern verwendet werden. Ohne diesen Weg müsste man für jeden anderen Text eine andere Einfügung eines Bauteiles, Bibliothekelementes oder Textes machen.

  • Zu jedem Zwischenwert kann eine Bedingung definiert werden. Ist die Bedingung erfüllt, so erhält der Zwischenwert den zusammengesetzten Text. Ist die Bedingung nicht erfüllt, so erhält der Zwischenwert einen leeren Text (auch kein Leerzeichen).

  • Mehrfachbedingungen können auch durch & verknüpft werden. Wenn also VAB größer als 4 und kleiner als 8 sein muss, so lautet der ganze Ausdruck: (VAB>4)&(VAB<8)

  • Zuerst erstellt man für jede Bedingung einen Text. Diese heißen z.B. VBT1, VBT2, usw. Ist die Bedingung erfüllt, so erhält der Zwischenwert den erstellten Text, sonst ist er leer.

  • Der eigentlich benötigt Zwischenwert wird abschließend aus den bedingten Zwischenwerte zusammengesetzt: VBT = #VBT1##VBT2#... Da die nicht gültigen VBT? leer sind wird nur der gültige Text an VBT übergeben.

  • VBT wird nun an den gewünschten Stellen, z.B. in einer Beschriftung oder als Identnummer bei einem Bibliothekselement eingesetzt. Ohne bedingte Zwischenwerte hätte man für jede Situation eine Beschriftung oder ein Bibliothekselement mit entsprechenden Bedingungen anlegen müssen.

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