Variablen, Formeln, Zwischenwerte
Variablensystem
Das Variablensystem wird gleichermaßen für Punktsymbole, HRB und Kombielemente eingesetzt. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in der Dokumentation Variablen_Ud*.doc.
Zwischenwerte
Für Kombielemente ist das System der Zwischenwerte verfügbar. Zwischenwerte sind Variablen deren Wert über eine Formel errechnet wird. Der Hauptzweck ist es Formeln in mehrere Schritte zu zerlegen um sie so übersichtlicher berechnen zu können. Zudem kann das Ergebnis an beliebig vielen anderen Stellen verwendet werden; dort muss dann nicht an jeder Stelle die vollständige Formel stehen.
Weitere Beschreibung im Kapitel: Kombielemente - Zwischenwerte.
Bedingungen
Über Bedingungen kann für alle Elemente in einem Kombielement entschieden werden, ob sie eingesetzt werden sollen oder nicht. Dadurch kann ein Kombielement sehr viele Situationen abdecken; ansonsten müsste für jede Situation ein eigenes Kombielement gemacht werden.
Frei definierbare Bedingungen werden auch für bedingte Berechnungen in Zwischenwerten eingesetzt. Siehe hierzu Kapitel Zwischenwerte.
[Bedingung 'für Kombielement einfügen in':]{.underline}
Neben den frei definierbaren Bedingungen gibt es auch die spezielle Bedingung 'für Kombielement einfügen in'. Die Optionen hier sind 'Wand (nur Vorderseite)', 'Wand (nur Rückseite', 'Stabwerk (nur Vorderseite)' und 'Stabwerk (nur Rückseite)'. Diese Optionen ergeben sich aus praktischen Erfordernissen und sind nicht durch freie Bedingungen ersetzbar. Die Bedingung bezieht sich darauf wo das ganze Kombielement eingefügt wird, nicht wo das einzelne Bauteil eingesetzt wird.
[Vergleiche, die in Bedingungen verwendet werden können:]{.underline}
= ist gleich. Wert vor und nach dem Zeichen müssen genau übereinstimmen. Beispiel: VAB = 4 ist erfüllt, wenn VAB genau gleich 4 ist.
!= nicht gleich. Wert vor dem Zeichen muss unterschiedlich, also größer oder kleiner als der Wert nach dem Zeichen sein. Beispiel: VAB!=4 ist erfüllt, wenn VAB größer oder kleiner 4 ist.
> größer. Wert vor dem Zeichen muss größer als der Wert nach dem Zeichen sein. Beispiel: VAB>4 ist erfüllt, wenn VAB größer 4 ist.
>= größer gleich. Wert vor dem Zeichen muss größer als oder gleich dem Wert nach dem Zeichen sein. Beispiel: VAB>=4 ist erfüllt, wenn VAB größer oder gleich 4 ist.
< kleiner. Wert vor dem Zeichen muss kleiner als der Wert nach dem Zeichen sein. Beispiel: VAB<4 ist erfüllt, wenn VAB kleiner 4 ist.
<= kleiner gleich. Wert vor dem Zeichen muss kleiner als oder gleich dem Wert nach dem Zeichen sein. Beispiel: VAB<=4 ist erfüllt, wenn VAB kleiner oder gleich 4 ist.
& und. Mehrfachbedingungen können auch durch & verknüpft werden. Wenn also VAB größer als 4 und kleiner als 8 sein muss, so lautet der ganze Ausdruck: (VAB>4)&(VAB<8)
Toleranz bei Zahlenvergleichen:
Wenn mit dem Wert einer Berechnung verglichen wird, so muss bedacht werden, dass Zahlen im Rechner mit sehr vielen Nachkommastellen gehalten werden. Anstelle 1.0 kann also im Rechner 0.99999999999 oder 1.00000000000001 stehen. Wenn man nun genau auf 1.0 vergleicht (VA=1.0), so kann der Vergleich fehlschlagen, obwohl die Bedingung technisch gesehen erfüllt ist.
Hierzu kann man mit einer Toleranz vergleichen. Dazu wird die Differenz zum gewünschten Wert überprüft. Soll VA=1.0 mit einer maximalen Toleranz von 0.01 sein, so muss die Differenz zwischen -0.01 und +0.01 liegen. Die Bedingung kann dann heißen: ((0.01>(VA - 1.0))&(-0.01<(VA - 1.0))) Damit das Vorzeichen eliminiert wird, kann man auch die Funktion abs auf die Differenz anwenden. (0.01>(abs(VA - 1.0)))
In anderen Fällen genügt es mit einer sicheren Zahl zu Vergleichen. In Verteilungen wird oft eine Anzahl berechnet. Ist nun z.B. die Bedingung, dass die Anzahl (VANZ) größer 3 ist, so vergleichen wir nicht mit größer 3, sondern (VANZ>2.5). Dann ist es egal, ob das eigentliche Ergebnis für VANZ 2.999999 oder 3.0000001 ist.
Kontrolldatei für die Variablen
Bei jedem Einfügen eines Kombielementes wird die Datei %DHPTMP%\KOLVariablen.log geschrieben. Diese enthält die Werte aller Variablen, sowohl der Anwender- als auch aller Systemvariablen, wie sie in der letzten Einfügung gesetzt waren. Auch die Werte der Zwischenwerte sind hier aufgeführt.
Dabei ist zu beachten, dass sich Koordinatenangaben auf das Einfügekoordinatensystem beziehen.
Diese Datei ist ein wichtiges Hilfsmittel bei der Erstellung von Kombielementen, denn hier kann man oft sehr schnell sehen, an welcher Stelle die nicht erwarteten Ergebnisse auftraten.
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