# Bibliothekselemente

Im Kombielement können Bibliothekselemente aus Volumenbibliotheken eingefügt werden. Dies sind Bibliotheken, die mit der Funktion 'DICAM - 1-5-1 Volumen' erzeugt wurden.

Beim Einfügen der Bibliothekselemente kommt die 'Referenz Bibliothekselement' aus den Punktsymbolen zum Einsatz:

* Ein gespeichertes Bibliothekselement liegt in einem Koordinatensystem. Die Lage in diesem Koordinatensystem entspricht der Lage zum aktuellen Koordinatensystem als das Bibliothekselement gespeichert wurde.
* Wird das Bibliothekselement eingefügt, so wird es zuerst mit seinem Koordinatensystem genau in das aktuelle Einfügekoordinatensystem (oder projizierte Einfügekoordinatensystem) gelegt.
* Dann wird das Bibliotheksteil mit seinem Koordinatensystem entsprechend den Verschiebungen in X-, Y- und Z-Richtung verschoben.
* Abschließend wird das Bibliotheksteil um den Ursprung seines verschobenen Koordinatensystems gedreht; die Reihenfolge der Drehungen ist dabei zu beachten:
  * zuerst um den Grundwinkel in der XoY-Ebene,
  * dann um den Neigwinkel zur XoY-Ebene
  * und abschließend um den Kippwinkel um die mit verdrehter X-Achse.

Wird ein Bibliotheksteil angelegt, so erhält es automatisch eine Nummer: 1, 2 usw.

* Die Nummer wird links im Baumelement des Kombielementes angezeigt.
* Eine Vorschau des Bibliothekselementes wird rechts im Vorschaubild angezeigt.
* Rechts unter dem Hilfsbild kann eine Beschreibung eingegeben werden. Diese dient zur Dokumentation. Der erste Teil der Beschreibung wird auch links im Baumelement des Kombielementes angezeigt. So lässt sich das Bibliothekselement im Baumelement viel schneller erkennen.

Bibliothekselement:

* Es können beliebige Bibliothekselemente ausgewählt werden. Um eine Verwendung des Kombielementes in anderen Installationen zu gewährleisten, sollten sich die Bibliotheken im selben Unterverzeichnis wie das Kombielementes befinden. Siehe hierzu auch Kapitel 'Kombielemente: Aufbau, Dateistruktur.
* Mit Version 13.01 können Bibliothekselemente auch als Variablen eingefügt werden. Es können Variablen mit der Einheit Text oder Enum sowie Zwischenwerte mit der Einheit Text verwendet werden. Für Bibliothekselemente, die in gleicher Art und mit den gleichen Lang-Kurz-Änderungen behandelt werden, können so über einen Eintrag verwaltet werden. Die Entscheidung über das Bibliothekselement wird dann in der Regel in den Zwischenwerten gefällt.

'für Kombielement einfügen in' und Bedingungen:

* Hier können die Bedingungen definiert werden unter denen das Bibliothekselement eingefügt werden soll. Nähere Informationen finden Sie im Kapitel 'Bedingungen'.

An die eingefügten Bibliothekselemente können Identnummern übergeben werden. Diese wird auf alle Bauteile des Bibliothekselementes übertragen. Sollen Bauteile unterschiedliche Identnummern erhalten, so müssen sie auf verschiedene Bibliothekselemente verteilt werden. Ist das Feld für die Identnummer leer, so bleiben die Original - Identnummern erhalten.

* Die Form der Bibliotheksteile bleibt hierbei erhalten, nur die Identnummer wird getauscht; entsprechend ist es nicht möglich Identnummern mit Profilbeschreibungen zu wählen.
* Diese Identnummern können zusammen mit den anderen Variablen abgefragt werden. Über den Browserbutton wird dabei der Ident-Browser aufgerufen.
* Identnummern können über Variablen mit der Einheit 'IdnroP' (Identnummer ohne Profilbeschreibung) abgefragt werden. Alternativ können auch Auflistungen (Enum) oder Texteingaben (Txt) eingesetzt werden.
* Die Identnummer kann auch von einem Abfragekörper übernommen werden.
* Somit können Bibliotheksteile für die Materiallisten oder andere Auswertungen mit anderen Identnummern versehen werden. Es ist nicht mehr nötig für jede gewünschte Möglichkeit neue Bibliotheksteile abzulegen.
* Man kann die Identnummer auch aus Textteilen zusammensetzen. Auf diese Weise kann in der Identnummer z.B. eine Abmessung eingebaut werden. Beispiel: Eine Identnummer soll aus dem Text '**Rohr**' und der Länge aus **VL** in mm ohne Nachkommastellen zusammengesetzt werden. Der Ausdruck bei der Identnummer lautet dann: **Rohr#VL\[mm,0]#**. Weiteres im Kapitel 'Variablen in Texten, Identnummern'.

Texturset und Zusatzfarbe für Textur können fest eingestellt oder über Variablen abgefragt werden. Diese werden auf alle Bauteile des Bibliothekselementes übertragen. Sollen Bauteile unterschiedlich sein, so müssen sie auf verschiedene Bibliothekselemente verteilt werden. Ist das jeweilige Feld leer, so bleiben die Original - Einträge erhalten.

* In der Variablenabfrage wird über den Browserbutton der Textur-Browser aufgerufen, aus dem die Texturen mit graphischer Vorschau ausgewählt werden. Entsprechend wird für die 'Zusatzfarbe für Textur' der Farbbrowser aufgerufen.
* Somit können Bibliotheksteile für die Visualisierung mit jedem Texturset versehen werden. Es ist nicht mehr nötig für jede gewünschte Möglichkeit neue Bibliotheksteile abzulegen.

Einfügen in Gruppe / Gebäudeelement:

* Die eingefügten Bibliothekselemente werden der angegebenen Gruppe (MOS) zugeordnet. Bleibt das Feld für die Gruppe leer, so bleiben die Original-Gruppenzuordnungen erhalten.
* Die eingefügten Bibliothekselemente werden dem angegebenen Gebäudeelement zugeordnet.
* Man kann die Gruppe auch über Variablen festlegen, sie kann also abgefragt werden. Berücksichtigt werden Variablen mit den Einheiten Zahl, txt (Texte) oder Enum (Auflistungen). Für den Eintrag in das Feld 'Gruppe' muss die Variable in # eingeschlossen sein: **#VGruppe#**.

Einfügen in Lage (leer = außerhalb) / Ausrichtung:

* Ausrichtung = frei: Das Bibliothekselement wird direkt im Einfügekoordinatensystem eingefügt. Es ist dann zwar dem oben angegebenen Gebäudeelement zugeordnet, Verschiebung und Ausrichtung beziehen sich aber auf das Einfügekoordinatensystem.
* Ausrichtung = parallel Gebäudeelement: Nun kann auch eine Lage angegeben werden. Der Ursprung des Einfügekoordinatensystems wird senkrecht zum Gebäudeelement in die Lage projiziert. Dann wird abhängig von der Art des Gebäudeelementes ein projiziertes Einfügekoordinatensystem erzeugt. Darin erfolgen dann weitere Verschiebung und Ausrichtung. Eine genaue Beschreibung der Vorgänge finden Sie im Kapitel: Verschiebung und Projektionen von Einfügekoordinatensystemen.
* Für Lage = leer wird der Urpsprung auf die Oberfläche des Gebäudeelementes projiziert. Bei Wänden und Stabwerken ist dies die Vorder- oder Rückseite, abhängig von der Lage des Einfügekoordinatensystems. Für Decken und Dachflächen ist dies immer die Oberseite.
* Für Einfügen in Stockwerk, Dach oder Freie Konstruktion wird die Ausrichtung automatisch auf 'frei' gesetzt.
* Man kann die Lage auch über Variablen festlegen, sie kann also abgefragt werden. Berücksichtigt werden Variablen mit den Einheiten Zahl, txt (Texte) oder Enum (Auflistungen). Für den Eintrag in das Feld 'Lage' muss die Variable in # eingeschlossen sein: **#VLage#**.
* Die Bibliotheksteile können nach ihrer Einfügung beliebig vielen Freie MOS zugeordnet werden.
* Die Freien MOS werden einfach als Text angegeben; mehrere werden mit Tilde \~ getrennt.

X-, Y-, Z-Verschiebung, Grund-, Neig- und Kippwinkel:

* Dies sind die Verschiebungen und Verdrehungen die entsprechend oben beschriebenem Ablauf eingesetzt werden.

Verteilungen in Bibliothekselementen

In den Koordinaten der Positionspunkte von Bibliothekselementen können Wiederholungen formuliert werden:

* Jede Koordinate erhält eine Eingabe in der Form (**Startwert\~Sprung\~Anzahl**). Anzahl 1 bedeutet, dass kein Sprung ausgeführt wird, also nur am Startwert etwas erzeugt wird.
* Wenn Wiederholungen formuliert werden, so müssen sie in X, Y und Z erzeugt werden.

> **X(1.0\~0.1\~5)Y(0.0\~0.0\~1)Z(0.0\~0.0\~1)** Reihe entlang X mit 5 Elementen, Start bei 1.0 mit Schrittweite 0.1
>
> **X(1.0\~0.1\~5)Y(0.0\~0.2\~4)Z(0.0\~0.0\~1)** Reihe entlang X mit 5 Elementen, Start bei 1.0 mit Schrittweite 0.1, diese Reihe 4 mal entlang Y mit Abstand 0.2.

* Mit diesen Wiederholungen lassen sich in einem Schritt Reihen, Gitter oder 3D-Gitter von Bibliothekselementen erzeugen.

Liste mit Lang/Kurz-Informationen: Beim Speichern eines Bibliothekselementes können mit Lang/Kurzinformationen Stellen definiert werden, an denen das Bibliotheksteil beim Einfügen verlängert oder verkürzt werden kann.

* Nr. und Lang/Kurz dienen zur Beschreibung der Längenänderung, z.B. in welcher Richtung die Längenänderung stattfindet.
* Ist-Länge zeigt die Ist-Länge des Bibliothekselementes im Urzustand an. Diese wird in Richtung der Längenänderung an der maximalen Ausdehnung aller Bauteile des Bibliothekselementes gemessen.
* Soll-Länge: Hier wird direkt oder über eine Formel die gewünschte Länge in diese Richtung eingetragen. Die Bibliothekselemente werden um die Differenz zwischen Soll- und Ist-Länge an der entsprechenden Stelle verlängert oder verkürzt.


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