# Grundlegende Techniken

## Gebäudelemente, Basis-Gebäudeelemente, zusätzliche Gebäudelemente

Durch die Kombination von Modellbereich und Kombielementtyp ist das **Basis-Gebäudeelement** festgelegt. Z.B. bei Eingaben in der Wandkonstruktion ist dies die aktuelle Wand. Gleichzeitig können mit dem Kombielement aber auch Bauteile in andere Gebäudeelemente eingefügt werden. Werden in einem Kombielement zum Basis-Gebäudeelement auch noch andere Gebäudeelemente verwendet, so sind das die **zusätzlichen Gebäudeelemente**. Zusätzliche Gebäudeelemente werden zum Einfügen von Bauteilen, Bibliothekselementen, Teilzeichnungen, Bemaßungen und Beschriftungen verwendet.

### Basis-Gebäudeelemente

| Modellbereich      | Eingabefunktion        | Basis-Gebäudeelement |
| ------------------ | ---------------------- | -------------------- |
| Grundriss          | im Grund               | aktuelles Stockwerk  |
|                    | entlang Wandkante      | gewählte Wand        |
|                    | entlang Stabwerkskante | gewähltes Stabwerk   |
| Wandkonstruktion   | auf der Vorderseite    | aktuelle Wand        |
|                    | auf der Rückseite      | aktuelle Wand        |
|                    | an Punkten, Bauteilen  | aktuelle Wand        |
| Deckenkonstruktion | im Grund               | aktuelles Deckenfeld |
|                    | an Punkten, Bauteilen  | aktuelles Deckenfeld |
| Dach               | im Grund               | aktuelles Dach       |
|                    | entlang Stabwerkskante | gewähltes Stabwerk   |
|                    | in Dachfläche          | gewählte Dachfläche  |
|                    | an Punkten, Bauteilen  | aktuelles Dach       |
| Stabwerk           | auf der Vorderseite    | aktuelles Stabwerk   |
|                    | auf der Rückseite      | aktuelles Stabwerk   |
|                    | an Punkten, Bauteilen  | aktuelles Stabwerk   |
| Freie Konstruktion | an Punkten, Bauteilen  | Freie Konstruktion   |

### Zusätzliche Gebäudeelemente

Für das 'Einfügen in' der verschiedenen Elemente stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

1 Stockwerk

2 Dach

3 Wand

4 Partnerwand

5 Decke (aktuell, unten)

6 Decke oben

7 Dachfläche

8 Stabwerk

9 DICAM: Freie Konstruktion

Wenn das gewünschte Gebäudeelement nicht das Basis-Gebäudeelement ist, so ist es ein zusätzliches Gebäudeelement, das zuerst einmal bestimmt werden muss. Dazu gibt es verschiedene Vorgänge, die vom Modellbereich, Basis-Gebäudeelement und dem Kombielementtyp abhängig sind.

Für den Kombielementtyp 'an Punkten, Bauteilen' läuft die Ermittlung anders als für die anderen Kombielementtypen ab und ist deshalb am Ende extra aufgeführt.

#### Zusätzliche Gebäudeelemente: Stockwerk

* In den Modellbereichen Grundriß, Wandkonstruktion und Deckenkonstruktion ist das aktuelle Stockwerk eindeutig definiert.
* Ist ein Stabwerk das Basis-Gebäudelement und gehört zu einem Stockwerk, so ist dieses Stockwerk als zusätzliches Gebäudeelement definiert. Dies ist unabhängig vom Modellbereich.
* Im Modellbereich Dach beim Einfügen in Grund: Das aktuelle Stockwerk aus Modellbereich Grundriß.
* Im Modellbereich Dach beim Einfügen in Dachfläche: Vom Einfügepunkt in der Dachfläche suchen wir das Stockwerk dessen Unterkante als nächste unterhalb des Einfügepunktes liegt.
* Ist ein Stabwerk das Basis-Gebäudelement und gehört zu einem Dach, so wird das Stockwerk am Einfügepunkt gesucht: Es ist das Stockwerk dessen Unterkante als nächste unterhalb des Einfügepunktes liegt.

#### Zusätzliche Gebäudeelemente: Dach

* Zurzeit ist das aktuelle Dach in allen Modellbereichen eindeutig definiert, da nur ein Dach vorliegen kann.

#### Zusätzliche Gebäudeelemente: Wand

* Die Wand kann nur beim Kombielementtyp 'an Punkten, Bauteilen' als zusätzliches Gebäudeelement behandelt werden. Regeln siehe weiter unten.

#### Zusätzliche Gebäudeelemente: Partnerwand

* Eine Partnerwand kann nur automatisch gefunden werden, wenn das Basis-Gebäudeelement eine Wand ist. Also nur für die Kombielementtypen 'Einfügung in Wand' und 'Einfügung in Wandansicht'.
* Die Suche nach der Partnerwand findet in der Grundansicht statt.
  * Es werden dabei alle Wände des aktuellen Stockwerkes berücksichtigt.
  * Die Wände müssen nicht über eine Wandecke oder T-Stoß mit der aktuellen Wand verbunden sein.
  * Vom Ursprung des Einfügekoordinatensystems aus wird die am nächsten liegende andere Wand gesucht.
  * Als Partnerwände werden Wände gefunden, die wie an einer Wandecke oder einem T-Stoß liegen. Aber auch Wände, die in Verlängerung der aktuellen Wand oder parallel zu ihr liegen.
* Für Kombielemente in der Verbindung von Wand und Partnerwand stehen einige spezielle Systemvariablen zur Verfügung:

**SP00X:** In der Wand ist dies der Abstand in X-Richtung der Wand vom Einfügekoordinatensystem zum Schnittpunkt der Lagen 0 der beiden Wände. Bei der aktuellen Wand wird bei Eingabe von Vorderseite die Vorderseite der Lage 0, bei Eingabe von der Rückseite wird die Rückseite der Lage 0 verwendet. In der Partnerwand wird immer die Vorderseite der Lage 0 verwendet.

**WWXY:** Winkel der Wand-X-Achsen in XoY-Ebene von der Wand zur Partnerwand gemessen. Dabei ergibt ein Winkel im Uhrzeigersinn einen Winkel zwischen 0° und -180°; ein Winkel gegen den Uhrzeigersinn (mathematisch positiv) zwischen 0° und +180°. Bei Eingabe von der Rückseite beziehen wir uns auf das gedrehte Koordinatensystem der Wand.

**WELR:** Gibt an, welches Ende der Wand näher am Einfügekoordinatensystem liegt: links=-1 (= Wandanfang), rechts =+1 (=Wandende). Bei Eingabe von der Rückseite beziehen wir uns auf das gedrehte Koordinatensystem der Wand; links = -1 ist dann also das eigentliche Wandende.

**A\_SP00X:** In der Partnerwand ist dies der Abstand in X-Richtung der Partnerwand vom projizierten Einfügekoordinatensystem zum Schnittpunkt der Lagen 0 der beiden Wände. Bei der aktuellen Wand kommt bei Eingabe von Vorderseite die Vorderseite der Lage 0, bei Eingabe von der Rückseite wird die Rückseite der Lage 0 verwendet. In der Partnerwand wird immer die Vorderseite der Lage 0 verwendet.

**A\_WELR:** Gibt an, welches Ende der Wand näher am Einfügekoordinatensystem liegt: links=-1, rechts =+1. In der Partnerwand erfolgen die Eingaben immer von der Vorderseite.

* Beim Kombielementtyp 'an Punkten, Bauteilen' kann eine Partnerwand über Abfragekörper bestimmt werden. Regeln siehe weiter unten.

#### Zusätzliche Gebäudeelemente: Decke (aktuell, unten)

* Das 'aktuell' bedeutet, dass in diesem Augenblick die Decke das Basis-Gebäudelement ist. Wenn die Decke als zusätzliches Gebäudeelement benötigt wird, so wird hier die 'untere Decke' gesucht.
* Dazu wird das entsprechende Deckenfeld nach bestimmten Regeln am Ursprung des Einfügekoordiantensystems gesucht. Bei Einfügung im Grund ist das direkt am Ursprung des Einfügekoordiantensystems. Bei Einfügungen in Wand oder Stabwerk wird am Ursprung des Einfügekoordiantensystems in einem geringen Abstand vor oder hinter dem Gebäudelement gesucht. Wird also auf der Wandvorderseite eingegeben, so wird ein Deckenfeld ignoriert, das an der Rückseite oder innerhalb der Wand endet.
* Modellbereiche Grundriß, Wandkonstruktion, Dach, Stabwerk: Sind Deckenfelder vorhanden, so wird das Deckenfeld wie folgt ermittelt: Von den am Einfügepunkt gefundenen Deckenfeldern, deren Oberkante im Bereich Unterkante aktuelles Stockwerk plus/minus 1.00m liegen, wird die oberste Decke genommen. Es werden alle Deckenfelder in diesem Bereich mit einbezogen, unabhängig zu welchem Stockwerk sie gehören.
* Für Kombielemente in Verbindung mit Decke (aktuell, unten) stehen spezielle Systemvariablen zur Verfügung:

**LDp0Z:** Im Ursprung des Einfügekoordinatensystems wird die Oberkante der Lage 0 der Decke (aktuell, unten) gesucht. Dies ist der Z-Wert der Oberkante.

#### Zusätzliche Gebäudeelemente: Decke oben

* Die obere Decke wird ähnlich wie die untere Decke am Ursprung des Einfügekoordiantensystems gesucht. Bei Einfügung im Grund ist das direkt am Ursprung des Einfügekoordiantensystems. Bei Einfügungen in Wand oder Stabwerk wird am Ursprung des Einfügekoordiantensystems in einem geringen Abstand vor oder hinter dem Gebäudelement gesucht. Wird also auf der Wandvorderseite eingegeben, so wird ein Deckenfeld ignoriert, dass an der Rückseite oder innerhalb der Wand endet.
* Modellbereiche Grundriß, Wandkonstruktion, Dach, Stabwerk: Sind Deckenfelder vorhanden, so wird das Deckenfeld wie folgt ermittelt: Von den am Einfügepunkt gefundenen Deckenfeldern, deren Oberkante im Bereich Unterkante aktuelles Stockwerk plus 1.00m und höher liegen, wird die unterste Decke genommen. Es werden alle Deckenfelder in diesem Bereich mit einbezogen, unabhängig zu welchem Stockwerk sie gehören.
* Modellbereich Deckenkonstruktion: Es wird keine obere Decke berücksichtigt.
* Für Kombielemente in Verbindung mit Decke oben stehen spezielle Systemvariablen zur Verfügung:

**LOp0Z:** Im Ursprung des Einfügekoordinatensystems wird die Oberkante der Lage 0 der Decke oben gesucht. Dies ist der Z-Wert der Oberkante.

#### Zusätzliche Gebäudeelemente: Dachfläche

* Die Dachfläche wird ähnlich wie die obere Decke am Ursprung des Einfügekoordiantensystems gesucht. Bei Einfügung im Grund ist das direkt am Ursprung des Einfügekoordiantensystems. Bei Einfügungen in Wand oder Stabwerk wird am Ursprung des Einfügekoordiantensystems in einem geringen Abstand vor oder hinter dem Gebäudelement gesucht. Wird also auf der Wandvorderseite eingegeben, so wird eine Dfläche ignoriert, die an der Rückseite oder innerhalb der Wand endet.
* Modellbereiche Grundriß, Wandkonstruktion, Dach, Stabwerk: Sind Dachflächen vorhanden, so wird die Dachfläche wie folgt ermittelt: Von den am Einfügepunkt gefundenen Dachflächen wird die unterste Dachfläche genommen.
* Für Kombielemente in Verbindung mit Dachflächen stehen spezielle Systemvariablen zur Verfügung:

**LFp0Z:** Im Ursprung des Einfügekoordinatensystems wird die Oberkante der Lage 0 der Dachfläche gesucht. Dies ist der Z-Wert der Oberkante.

#### Zusätzliche Gebäudeelemente: Stabwerk

* Das Stabwerk kann nur beim Kombielementtyp 'an Punkten, Bauteilen' als zusätzliches Gebäudeelement behandelt werden. Regeln siehe weiter unten.

#### Zusätzliche Gebäudeelemente: DICAM: Freie Konstruktion

* Die Freie Konstruktion ist immer eindeutig verfügbar.

#### Zusätzliche Gebäudeelemente: Kombielementtyp an Punkten, Bauteilen

* Auch in diesen Kombielementen können gleichzeitig Wand, Partnerwand, Decke (aktuell, untere), Dachfläche, Stockwerk und Dach als zusätzliche Gebäudeelemente eingesetzt werden.
* Oberste Priorität in der Bestimmung der zusätzlichen Gebäudeelemente haben die Abfragekörper:
* Der erste Abfragekörper, der zu einer Wand gehört, bestimmt die Wand. Der zweite Abfragekörper, der zu einer Wand gehört, bestimmt die Partnerwand.
* Der erste Abfragekörper, der zu einem Deckenfeld, Stabwerk oder Dachfläche gehört bestimmt jeweils die Decke (aktuelle, untere), Stabwerk oder Dachfläche. Eine 'Decke oben' kann nicht bestimmt werden.
* Der erste Abfragekörper, der zu einer Dachfläche oder Dach gehört, bestimmt das Dach.
* Der erste Abfragekörper, der zu einer Wand, Deckenfeld oder Stabwerk gehört, bestimmt auch gleichzeitig das Stockwerk. Das Stabwerk kann dazu nur eingesetzt werden, wenn es zu einem Stockwerk gehört.
* Abfragekörper, die sowieso für das Kombielement gewählt werden müssen, bestimmen so auch gleichzeitig die zusätzlichen Gebäudeelemente. In solchen Kombielementen können aber auch Abfragekörper Sinn machen, die nur zusätzliche Gebäudeelemente bestimmen. Hierbei können auch Wandkörper, Deckenlagen- oder Dachlagenplatten angewählt werden.
* Gebäudeelemente, die nicht über Abfragekörper bestimmt wurden, können nun noch aus dem aktuellen Gebäude-MOS übernommen werden:
* Ist das aktuelle Gebäude MOS von einer Wand, so ist diese Wand das zusätzliche Gebäudeelement für Wand, ihr Stockwerk das zusätzliche Gebäudeelement für Stockwerk.
* Sinngemäß gilt die Regel auch für Deckenfelder und Stabwerke, die zu einem Stockwerk gehören.
* Über andere Stabwerke und Dachflächen kann kein Stockwerk festgelegt werden.

## Koordinatensysteme

Beim Einfügen eines Kombielementes kommen nacheinander verschiedene Koordinatensysteme zum Einsatz. Deren Eigenschaften und Abhängigkeiten sind fundamental für das Erstellen von Kombielementen.

### Basis- und Einfügekoordinatensystem, grundsätzlicher Ablauf

Durch die Kombination von Modellbereich und Kombielementtyp ist das **Basis-Koordinatensystem** festgelegt. Z.B. im Grundriß ist dies das Koordinatensystem des Stockwerkes, in der Wand das der Wand. Auflistung der Basiskoordinatensysteme siehe Tabelle weiter unten.

Im Basis-Koordinatensystem wird das **Einfügekoordinatensystem** definiert. Dazu gibt es grundsätzlich 2 Wege:

1\. Positionierpunkt

* Der Ursprung des Einfügekoordinatensystems wird an einem Positionierpunkt platziert und seine Ausrichtung ist parallel zum Basis-Koordinatensystem.
* Wird bei Positionierpunkt = Wahl in der Vorschau nicht der angezeigte Ursprung gewählt, so wird das Einfügekoordinatensystem entsprechend dem gewählten Punkt verschoben. Beispiel: Ein 2.0 m langes Bauteil liegt mit seinem Anfang im angezeigten Ursprung. Zur Positionierung wird ein Punkt an seinem Ende gewählt. Wird nun der Positionierpunkt im Bauwerk gewählt, so wird das Einfügekoordinatensystem um 2.0 m vom Positionierpunkt entfernt angelegt.
* Die Z-Lage (Höhe) des Ursprungs ist abhängig von der gewählten Option für 'Höhe Einfügepunkt'.
* Beim Einfügen kann eine Verdrehung (Grundwinkel in XoY) gegenüber dem Basis-Koordinatensystem angegeben werden. Zusätzlich kann bei Positionierpunkt = Wahl in der Vorschau die Ausrichtung (ebenfalls der Grundwinkel in XoY) in 90° Schritten gedreht werden.
* Kann nicht eingesetzt werden für Kombielementtyp 'an Punkten, Bauteilen'.

2\. Einfügekoordinatensystem über 3 Punkte

* Das Einfügekoordinatensystem wird über 3 Punkte beschrieben:\
  1\. Ursprung\
  2\. Punkt in Richtung der X-Achse\
  3\. Punkt in der positiven ZoX Ebene.
* Hier können direkte Zahlen oder Formeln verwendet werden. Es können dabei Variablen, Koordinaten von Abfragepunkten und Koordinaten von Abfragekörpern verwendet werden.
* Die Koordinaten der 3 Punkte sind im Basis-Koordinatensystem definiert. Dies ist auch in Formeln zu berücksichtigen. Alle weiteren Angaben im Kombielement beziehen sich auf das Einfügekoordinatensystem.
* Kann eingesetzt werden für Kombielementtyp 'an Punkten, Bauteilen' und bei anderen Kombielementtypen, wenn 'Positionierpunkt' auf 'keine Abfrage' gesetzt ist.

Im Kombielement beziehen sich dann alle weiteren Koordinatenangaben auf das Einfügekoordinatensystem.

### Basis-Koordinatensysteme für verschiedene Situationen

<table><thead><tr><th width="182.2667236328125">Modellbereich</th><th width="227">Eingabefunktion</th><th>Basis-Koordinatensystem</th></tr></thead><tbody><tr><td>Grundriss</td><td>im Grund</td><td>globales Koordinatensystem</td></tr><tr><td></td><td>entlang Wandkante<br>> Wandvorderseite<br>> Wandrückseite</td><td>Wandkoordinatensystem<br>Wandkoordinatensystem Rückseite</td></tr><tr><td></td><td>entlang Stabwerkskante<br>> Stabwerksvorderseite<br>> Stabwerksrückseite</td><td>Stabwerkskoordinatensystem<br>Stabwerkskoordinatensystem Rückseite</td></tr><tr><td>Wandkonstruktion</td><td>auf der Vorderseite</td><td>Wandkoordinatensystem</td></tr><tr><td></td><td>auf der Rückseite</td><td>Wandkoordinatensystem Rückseite</td></tr><tr><td></td><td>an Punkten, Bauteilen</td><td>Wandkoordinatensystem</td></tr><tr><td>Deckenkonstruktion</td><td>im Grund</td><td>Deckenkoordinatensystem</td></tr><tr><td></td><td>an Punkten, Bauteilen</td><td>Deckenkoordinatensystem</td></tr><tr><td>Dach</td><td>im Grund</td><td>globales Koordinatensystem</td></tr><tr><td></td><td>entlang Stabwerkskante<br>> Stabwerksvorderseite<br>> Stabwerksrückseite</td><td>Stabwerkskoordinatensystem<br>Stabwerkskoordinatensystem Rückseite</td></tr><tr><td></td><td>in Dachfläche</td><td>Dachflächenkoordinatensystem</td></tr><tr><td></td><td>an Punkten, Bauteilen</td><td>globales Koordinatensystem</td></tr><tr><td>Stabwerk</td><td>auf der Vorderseite</td><td>Stabwerkskoordinatensystem</td></tr><tr><td></td><td>auf der Rückseite</td><td>Stabwerkskoordinatensystem Rückseite</td></tr><tr><td></td><td>an Punkten, Bauteilen</td><td>Stabwerkskoordinatensystem</td></tr><tr><td>Freie Konstruktion</td><td>an Punkten, Bauteilen</td><td>globales Koordinatensystem</td></tr></tbody></table>

\* Auf den Rückseiten von Wänden und Stabwerken wird ein geändertes Koordinatensystem verwendet: Bei Blick auf Rückseite verläuft die X-Achse vom Wandende zum Wandanfang, also entgegen der X-Achse des normalen Wand-Koordinatensystems. Die Y-Achse verläuft von der Rückseite zur Vorderseite, also auch entgegen der normalen Y-Achse. Die Z-Achse verläuft wie die normale Z-Achse von unten nach oben.

Beim Einfügen auf der Rückseite wird auch die Rückseite anstelle der Vorderseite von Lagen verwendet. Zudem ist die Bedeutung der Systemvariable WELR gedreht: Normalerweise ist der Anfang der Wand links und damit -1; auf der Rückseite ist das Ende der Wand links und somit -1.

Wandkoordinatensystem: Blickt man in Sichtrichtung auf die Wand (also auf die Vorderseite), so verläuft die X-Achse von links nach rechts, die Z-Achse von unten nach oben und die Y-Achse von vorne nach hinten. Der Wandkörper liegt mit seinem linken, unteren, vorderen Punkt im Ursprung des Koordinatensystems.

für Fenster und Türen: Zunächst ist das Einfügekoordinatensystem gleich dem der Wand (Basis-Koordinatensystem) und wird dann über die nachfolgenden Parameter verschoben und verdreht. Siehe hierzu Kapitel: [Kombielemente - Einfügung - für Tür, Fenster](https://word2md.com/#_Kombielemente_-_Einf%C3%BCgung).

Deckenkoordinatensystem: Die Z-Achse verläuft global von unten nach oben. Das Koordinatensystem liegt so, dass alle Deckenlagenplatten im ersten Oktanten (+X und +Y) liegen. Das Koordinatensystem liegt also auf der Unterseite der Deckenlagenplatten. Die Y-Richtung wird bei der Eingabe der Decke über 2 Punkte als Ausrichtung eingegeben.

Dachflächenkoordinatensystem: Die X-Achse verläuft entlang der Traufe, also parallel zur globalen XoY-Ebene. Die Y-Achse verläuft parallel zu den Falllinien der Dachfläche. Die Z-Achse verläuft senkrecht zur Dachfläche von unten nach oben. Das Koordinatensystem liegt so, dass das Ausmittlungspolygon an Z = 0 liegt und alle Linien im ersten Oktanten (+X und +Y) liegen.

Stabwerkskoordinatensystem: Blickt man in Sichtrichtung auf das Stabwerk (also auf die Vorderseite), so verläuft die X-Achse von links nach rechts, die Z-Achse von unten nach oben und die Y-Achse von vorne nach hinten. Die Stabwerkskontur liegt mit ihrem linken, unteren Punkt im Ursprung des Koordinatensystems. Die Dicke des Stabwerkes beginnt bei Y=0, die Stabwerkskontur liegt bei Y=Dicke/2.

### Zwischenwerte bei Berechnung von Koordinaten für Einfügekoordinatensysteme

Je nach Situation können aufwendige Berechnungen für die Koordinaten des Einfügekoordinatensystems nötig werden. Dann ist es hilfreich Zwischenwerte einsetzen zu können. Dies ist möglich durch folgenden Ablauf beim Ausführen eines Kombielementes. Die Systematik des Ablaufes ist bei der Erstellung des Kombielementes zu berücksichtigen:

1.1 Alle Koordinaten von Abfragepunkten, Abfragekörpern, Lagenkonturen etc. werden im Basiskoordinatensystem ermittelt.

1.2 Zwischenwerte werden durchgerechnet und berücksichtigen dabei gegebenenfalls diese Koordinaten bezogen auf das Basiskoordinatensystem.

1.3 Erzeugen der Einfügekoordinatensystems; gegebenenfalls unter Verwendung der Zwischenwerte.

1.4 Alle Koordinaten von Abfragepunkten, Abfragekörpern, Lagenkonturen etc. werden nun im Einfügekoordinatensystem ermittelt.

1.5 Zwischenwerte werden erneut durchgerechnet und berücksichtigen dabei gegebenenfalls diese Koordinaten bezogen auf das Einfügekoordinatensystem.

1.6 Weiteres Ausführen des Kombielementes.

(17.01) Werden im Kombielement automatisch gesuchte Abfragekörper verwendet, so werden zusätzliche Schritte durchgeführt. Dies ist nötig um die Koordinaten des Referenzpunktes mit Zwischenwerten berechnen zu können und die gefundenen Abfragekörper zur Definition des Einfügekoordinatensystems verwenden zu können:

1.1 Alle Koordinaten von Abfragepunkten, Abfragekörpern, Lagenkonturen etc. werden im Basiskoordinatensystem ermittelt.

1.2 Zwischenwerte werden durchgerechnet und berücksichtigen dabei gegebenenfalls diese Koordinaten bezogen auf das Basiskoordinatensystem. Dabei fehlen noch Werte von automatisch gesuchten Abfragekörpern.

1.2a Ermitteln der Referenzpunkte; gegebenenfalls unter Verwendung der Zwischenwerte. Mit den Referenzpunkten werden die Abfragekörper gesucht.

1.2b Zwischenwerte werden erneut durchgerechnet und berücksichtigen dabei weiterhin Koordinaten bezogen auf das Basiskoordinatensystem. Nun liegen auch die Werte von automatisch gesuchten Abfragekörpern vor.

1.3 Erzeugen der Einfügekoordinatensystems; gegebenenfalls unter Verwendung der Zwischenwerte.

1.4 Alle Koordinaten von Abfragepunkten, Abfragekörpern, Lagenkonturen etc. werden nun im Einfügekoordinatensystem ermittelt.

1.5 Zwischenwerte werden erneut durchgerechnet und berücksichtigen dabei gegebenenfalls diese Koordinaten bezogen auf das Einfügekoordinatensystem.

1.6 Weiteres Ausführen des Kombielementes.

### Verschiebungen und Projektionen von Einfügekoordinatensystemen

Einfügen von Bauteilen:

* Die Einfügepunkte des Bauteiles werden immer im Einfügekoordinatensystem ermittelt.
* Werden Bauteile in einer Lage und parallel zum Gebäudeelement erzeugt, so werden die ermittelten Einfügepunkte für das Bauteil senkrecht auf die Vorderseite der Lage projiziert.
* Danach wird das Bauteil von Punkt zu Punkt erzeugt; Verschiebungen und Verdrehungen richten sich also nach der Situation der projizierten Punkte. Dies ist insbesondere auch beim Kippwinkel zu beachten.
* Erfolgt die Eingabe auf der Rückseite einer Wand oder eines Stabwerkes, so werden die Punkte auf die Rückseite der Lage projiziert. Wie oben beschrieben ist das Basis-Koordinatensystem auf der Rückseite anders als auf der Vorderseite.
* Ist die Wand oder das Stabwerk ein zusätzliches Gebäudelement, so wird immer wie über Vorderseite gearbeitet, also die Punkte auf die Vorderseite der Lage projiziert.

Einfügen von Bibliothekselementen:

* Verschiebung und Verdrehung des Bibliothekselementes erfolgen im Einfügekoordinatensystem wenn die 'Ausrichtung = frei' gesetzt ist.
* Werden Bibliothekselemente in eine Lage und parallel zum Gebäudeelement eingefügt, so wird zuerst ein projiziertes Einfügekoordinatensystem erzeugt:
  * Der Einfügepunkt des Bibliothekselementes wird als Ursprung des projizierten Einfügekoordinatensystems auf die Vorderseite der Lage projiziert.
  * Für Stockwerk, Dach und Freie Konstruktion: Die X-Achse des Einfügekoordinatensystems wird in die XoY-Ebene projiziert. Die Z-Achse des projizierten Einfügekoordinatensystems soll parallel zur Z-Achse des Gebäudeelementes sein. Damit ist dann auch die Y-Achse festgelegt.\
    Ist die X-Achse des Einfügekoordinatensystems parallel zur Z-Achse des Gebäudeelements, so verwenden wir statt dieser die Y-Achse.
  * Für Wände und Stabwerke: Die Z-Achse des Einfügekoordinatensystems wird in die Lage projiziert. Die Y-Achse des projizierten Einfügekoordinatensystems soll parallel zur Y-Achse des Gebäudeelementes sein. Damit ist dann auch die X-Achse festgelegt.\
    Ist die Z-Achse des Einfügekoordinatensystems parallel zur Y-Achse des Gebäudeelements, so verwenden wir statt dieser die X-Achse.
  * Für Decken und Dachflächen: Die X-Achse des Einfügekoordinatensystems wird in die Lage projiziert. Die Z-Achse des projizierten Einfügekoordinatensystems soll parallel zur Z-Achse des Gebäudeelementes sein. Damit ist dann auch die Y-Achse festgelegt.\
    Ist die X-Achse des Einfügekoordinatensystems parallel zur Z-Achse des Gebäudeelements, so verwenden wir statt dieser die Y-Achse.
* Das Bibliothekselement wird dann im Ursprung des projizierten Einfügekoordinatensystem eingefügt und gemäß der Verschiebungen verschoben und gemäß der Winkel verdreht. Verschiebung und Verdrehung beziehen sich also auf das projizierte Einfügekoordinatensystem.
* Erfolgt die Eingabe auf der Rückseite einer Wand oder eines Stabwerkes, so wird sinngemäß die Rückseite der Lage und das Koordinatensystem von der Rückseite verwendet.
* Ist die Wand oder das Stabwerk ein zusätzliches Gebäudeelement, so wird immer wie über Vorderseite gearbeitet.

Einfügen von Teilzeichnungen, Bemaßungen und Beschriftungen:

* Die zu vermaßenden Punkte werden auf die jeweilige Zeichenebene projiziert.
* Die Positionier- und Referenzpunkte von Texten und Beschriftungen werden auf die jeweilige Zeichenebene projiziert.
* Die X-Achse des Einfügekoordinatensystems wird auf die Zeichenebene projiziert und gibt die X-Richtung für die Zeichenelemente vor. Die Y-Achse in der Zeichenebene ist damit ebenfalls bestimmt.
* Verschiebungen und Verdrehungen beziehen sich auf die projizierten Achsen.

## Temporäre Volumen in Kombielementen

(ab Version 13.04) Beim Ausführen der Kombielemente werden Volumen eingesetzt, die abschließend nicht mehr benötigt werden oder sogar stören. Dies ist insbesondere so, wenn das Volumen nur zum Positionieren einer Typ4 Bearbeitung eingesetzt wird oder bei einer Hart-Weich-Verschneidung nur als Abzugskörper dient.

* Wenn dieses Volumen nun die Identnummer TEMPORARY hat, so wird es nach Ausführen des Kombielementes automatisch gelöscht; die entstandenen Typ5 Bearbeitungen bleiben als Typ0 Bearbeitungen erhalten.
* Die Identnummer TEMPORARY kann bereits am Bibliotheksteil vergeben sein oder im Kombielement zugewiesen werden. Auch neu erzeugte Bauteile können diese Identnummer erhalten.
* Wird das Kombielement neuberechnet, so wird auch das temporäre Volumen erneut eingesetzt, überträgt seine Bearbeitungen und wird am Ende wieder entfernt.
* Anmerkung: Die Identnummer TEMPORARY muss nicht im Bauteilkatalog angelegt sein.

## Temporäre Planelemente als Hinweise bei Eingabe von Fenster und Türen

(24.01) Zeichnungselemente inkl. Bemaßungen und Texten werden während der Eingabe des Fensters in der Vorschau angezeigt. Das ist hilfreich, um Hinweise während der Eingabe zu geben. Diese Hinweise sollen jedoch im endgültig eingefügten Fenster nicht mehr erscheinen. Dazu wurde nun der Layer TEMPORARY eingeführt:

* Planelemente, die sich auf dem Layer TEMPORARY befinden, werden im Eingabedialog in der Vorschau anzeigt. Nach dem Einfügen im Bauwerk werden sie nicht mehr angezeigt.
* Das betrifft alle Planelemente (Linien, Kreise,.. , Bemaßungen, Texte) die im Kombielement über "Teilzeichnungen", "Bemaßungen" und "Texte, Beschriftungen" erzeugt werden.
* Besondere Verwendung von Teilzeichnungen:
  * In der Vorschau werden die Layereinstellungen aus der zuerst gelesenen Teilzeichnung übernommen. Das betrifft Farbe, Linientyp und Linienstärke aber auch den Maßstab des Layers. Um den Maßstab einstellen zu können, sollte die Teilzeichnung aus dem Bauwerk, nicht aus dem Plan abgelegt werden.
  * Von der eingelesenen Teilzeichnung werden nur die Planelemente des Layers TEMPORARY nach der Einfügung entfernt, die anderen Planelemente bleiben erhalten. In einer Teilzeichnung kann das also gemischt werden.

## Variablen und Zwischenwerte von Kombielementen in Öffnungen (Türen, Fenstern und Nischen)

(ab Version 18.01) In Türen und Fenstern bestimmt das erste Kombielement maßgeblich die Eigenschaften und die Konstruktion. Daher werden seine Variablen und Zwischenwerte an die nachfolgenden Kombielemente weitergegeben. Diese Variablen und Zwischenwerte können nun auch in den Bereichen Wandanschlag, Luft und Laibung verarbeitet und an die HRB-Belegung weitergegeben werden.

Typischer Einsatz ist die "Luft unten": Diese wird in den Vorgabewerten für alle Fenster vorgegeben. Das erste Kombielement übernimmt diese auch als externe Variable. Dort kann aber am einzelnen Fenster die Variable überschrieben werden, um eine spezielle Luft nur für dieses Fenster zu definieren. An der Einstellung für die "Luft unten" muss dazu nichts geändert werden; dort steht nun ebenfalls die Variable, die nun automatisch den Wert aus dem Kombielement übernimmt.

Um eine Variable oder einen Zwischenwert des Kombielementes verwenden zu können, muss die Variable bzw. der Zwischenwert als Variable in den Vorgabewerten des Bauwerkes definiert sein. Also auch ein Zwischenwert muss in den Vorgabewerten als Variable definiert werden.

HRB-Editor: In Formeln von Öffnungseinstellungen und Zwischenwerten der HRB-Datei werden die Variablen und Zwischenwerte der Öffnung verwendet. Bei der Belegung übernimmt der HRB-Interpreter an jeder Öffnung genau die Werte für diese Öffnung. Damit ist eine sehr genaue Steuerung an jedem einzelnen Fenster möglich. Dies eignet sich z.B. zum Übertragen von Informationen zu Gurtwicklern oder Art des unteren Anschlusses bei bodentiefen Fenstern (Balkon, Terrasse, Fassade).

Um eine Variable oder einen Zwischenwert des Kombielementes verwenden zu können, muss die Variable bzw. der Zwischenwert als externe Variable in den Variablen der HRB-Datei definiert sein.

Besondere Möglichkeiten ergeben sich hier beim Einsatz von IFC-Premium: Über die Zuweisungen können die Variablen des ersten Kombielementes direkt angesprochen werden. Ein spezieller Wert für z.B. "Luft unten" kann so über IFC gesteuert werden, die Anforderung aus der Werkplanung kann also bis in die HRB-Belegung übertragen werden.


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