# Automatische Stabbreite

## Automatische Stabbreite

Manchmal kommt es vor, dass man eine Platte oberhalb eines Fensters oder einer Tür erzeugen möchte, die vom Sturz, bis OK-Wand gehen soll. Solche Platten gibt man über die Sturzriegeleingabe ein, verwendet aber eine Identnummer für eine Platte. In diesem Fall muss man nicht die Plattenbreite berechnen, sondern kann die Breite mit 99m angeben. Bei diesem Wert berechnet der HRB-Interpreter die Breite der Platte vom Startpunkt bis zur Lagenkontur an OK-Wand. Der Startpunkt ist in diesem Fall der Sturz des Fensters. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

<figure><img src="/files/5vETDQRA5KPpZYHuXnF3" alt=""><figcaption></figcaption></figure>

Die Platte geht damit von Außenkante linker Fensterpfosten bis Außenkante rechter Fensterpfosten und in der Höhe von UK-Sturzriegel bis OK-Wand.

Kleine Optimierung der Einstellung: Wenn man die Querschnittsdrehung auf 90° stellt und dann anstatt der Querschnittsbreite die Querschnittsdicke auf 99m stellt, ist auch noch das Körperkoordinatensystem der Platte optimiert.

### Modulplatten

An manche Riegelwerkstationen kann man ganze Fenster- und Türauswechslungen oder die Eckpfostenkombination als eine fertige Konstruktion in der Wand einsetzen. Diese sogenannten Module werden vorgefertigt und auf der Riegelwerkstation am Stück in die Wand eingesetzt. Damit dies möglich ist, muss die Konstruktion als Modul gekennzeichnet an die Maschine übergeben werden. Der Postprozessor Wand kann dies automatisch machen, wenn es in der Wand eine Platte gibt, der man im Postprozessor Wand die Materialabhängige Funktion 'definiert Modul' zuweist. Diese Platte muss so breit und hoch sein, dass ihr Umriss in der Wandansicht alle Stäbe umschließt, die in dem Modul sein sollen.

In dem Bild unten ist die Platte so breit, dass sie von der linken Kante des linken Fensterpfostens bis zur rechten Kante des rechten Fensterpfostens geht und von OK-Schwelle bis UK-Rähm. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Platte auch noch Schwelle und Rähm überlappt, da nur die Stäbe berücksichtigt werden, die vollständig innerhalb des Umrisses der Modulplatte liegen.

<figure><img src="/files/Q5WvkAZJvlIfpAO5vyi0" alt=""><figcaption></figcaption></figure>

Damit die Modulplatte vom HRB-Modul automatisch passend erzeugt wird machen wir beim Sturzriegel folgende Einstellung:

<figure><img src="/files/WyS7824pGFx6b287Mbpe" alt=""><figcaption></figcaption></figure>

* Identnummer: Beliebige Identnummer, die im Potsprozessor Wand für die Erzeugung von Modulen eingestellt wird.
* Querschnittsbreite: 99m für eine automatische Berechnung der Breite bis OK Lagenkontur an OK-Wand.
* Querschnittsdicke: beliebige Dicke
* Organisatorische Gruppe: beliebige Gruppe, die noch nicht für andere Bauteile verwendet wird.
* Lage: beliebige Lage. Empfehlung ist eine Lage, die nicht für andere Bauteile verwendet wird, damit man die Lagenkonturen nach Bedarf für die Modulplatte einstellen kann.
* X-Offset: Über feste Werte oder Variablen die Überstände links und rechts einstellen. Hier wurde die Variable für die Fensterpfostenbreite verwendet.
* Y-Offset: beliebige Tiefenposition. Hier wurde die Platte mittig in die Lage 0 geschoben.
* Bezugskante: Öffnungskante. Da wir die Platte über den Sturzriegel definieren, ist die die Lagenkante an OK-Öffnung.
* Offset: OSTHUkW. Dies ist die Systemvariable für die Höhe Sturz ab UK-Wand. Damit wird die Startposition der Platte von OK-Fenster auf UK-Wand verschoben.

Die Platte startet jetzt an UK-Wand und wird in der Höhe (Querschnittsbreite) automatisch an der nächsten Lagenkante begrenzt. Da dies, vor allem bei Fenstern, von UK-Wand aus die Lagenkante an UK-Öffnung wäre, würde die Platte nur von UK-Wand bis UK-Fenster gehen. Damit uns die Lagenkante an UK-Fenster nicht stört schieben wir diese Lagenkante mit einem Offset von -1.0m unter die Wand. Siehe Bild unten:

<figure><img src="/files/WwfRK5WNsFNUBCPU3oFK" alt=""><figcaption></figcaption></figure>


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