# Maschinenübergabe

## Allgemein <a href="#toc193714258" id="toc193714258"></a>

### Wie funktioniert die Kollisionskontrolle? <a href="#toc193714258" id="toc193714258"></a>

Mit der Kollisionsprüfung 2-05-1- Kollisionsprüfung, in der freien Konstruktion, sucht das Programm nach Bauteilen, die sich durchdringen. Die Kollisionsprüfung ist im DICAM auch im Kontrollmenü unter "Modell -> Kollisionsverwaltung" zu finden. Kollisionen können von daherkommen, dass Bearbeitungen fehlen oder dass bei der Eingabe von Bauteilen schon existierende Bauteile übersehen wurden. Es werden nicht zwingend alle Bauteile einer Konstruktion überprüft. Die Bauteile, die Sie überprüfen möchten, müssen Sie daher zunächst aktivieren. Anschließend wählen Sie die Funktion Kollisionsprüfung. Als Erstes fragt das Programm nach einer Mindestdurchdringung für die Kollisionskontrolle. Wenn das Programm eine Kollision findet, bei der sich die Bauteile weniger durchdringen als der eingegebene Wert, dann wird die Kollision ignoriert. Es empfiehlt sich also einen Wert von ca. 0.0005m bis 0.001m einzustellen. Damit werden Durchdringungen von einem halben bis ganzen Millimeter ignoriert.

Im ersten Schritt werden bei der Kollisionskontrolle die Kollisionen angezeigt, diese kann man entweder ignorieren oder berücksichtigen. Hier gibt es die Option "Berücksichtigen", damit klickt man sich von Kollision zu Kollision durch. Mit "alle Berücksichtigen" werden alle Kollisionen als betrachtenswert markiert. Klickt man ignorieren, wird die Kollision im nächsten Schritt nicht angezeigt.

Im nächsten Schritt kann mich sich mit "alle Kollisionen anzeigen", alle Volumen einblenden lassen, die an einer Kollision teilgenommen haben und im Schritt vorher berücksichtigt wurden.

### Welche Sortierung wird empfohlen? <a href="#toc193714259" id="toc193714259"></a>

Folgende Einstellung haben entscheiden Einfluss auf die Sortierung, und sollten berücksichtigt werden.

**Art:** Mit der Einstellung ‚Sortierung mit Vergleich‘ bekommen identische Bauteile auch die gleiche Laufnummer. Diese Einstellung ist die Standardeinstellung für den europäischen Raum. Bei der Wahl ‚Sortierung ohne Vergleich‘ erhält jedes Bauteil eine eigene Nummer. Diese Sortiermethode ist in den Staaten üblich.

**Startnummer:** Möchte man alle Modellbereiche gemeinsam in einer einzelnen Maschinendatei ablegen, müssen zwischen den Startnummern der Modellbereiche Wand, Decke, Dach und Freie Konstruktion ausreichend große Abstände sein, damit sich die Laufnummern nicht überlagern. Möchte man jedoch bewusst in jedem Modellbereich mit der Laufnummer 1 anfangen, müssen für jeden Modellbereich einzelne Maschinenablagen erzeugt werden.

**Neustart Nummerierung:** Sollen alle Stockwerke in der gleichen Maschinendatei abgelegt werden, muss der Neustart der Nummerierung auf ‚Positionsweise‘ stehen. Steht dieser auf ‚Wand‘, ‚Deckenfeld ‚oder ‚Dachfläche‘ muss evtl. für jedes Gebäudeelement eine einzelne Maschinendatei erzeugt werden. Wenn er auf ‚Stockwerk‘ steht, muss für jedes Stockwerk eine gesonderte Ablage gemacht werden

**Berücksichtigung**: Der Punkt ‚Berücksichtigung‘ gibt den Suchbereich an, in dem nach identischen Stäben gesucht wird. Steht die Berücksichtigung z.B. auf ‚Position‘, so wird, nachdem ein Stab z.B. die LNr. 1 bekommen hat, in der gesamten Bauwerksposition nach identischen Stäben gesucht. Diese erhalten dann ebenfalls die Laufnummer 1 (Beispiel: Identische Sparren auf unterschiedlichen Dachflächen). Soll jedoch die Information, aus welcher Wand, Decke oder Dachfläche der Stab stammt auf die Maschine übergeben werden, müssen Stäbe aus unterschiedlichen Gebäudeelementen auch unterschiedliche Laufnummern haben. In diesem Fall sollte unter Berücksichtigung ‚Wand‘, ‚Deckenfeld‘ bzw. ‚Dachfläche‘ eingestellt sein. Meistens ist diese Berücksichtigung das Problem bei Maschinenübergaben, wenn der Hinweis "Gleiche Bauteile mit unterschiedlichen Laufnummern vorhanden". Dabei ist die Berücksichtigung häufig auf "Position" gestellt, statt auf den kleinsten möglichen Teil, wie "Wand, Deckenfeld, Dachfläche, Stabwerk".

**Paket / Element berücksichtigen:** Soll die Information, in welchem Paket oder Element ein Stab organisiert ist auf die Maschine übergeben werden, muss ‚Paket/ Element berücksichtigen‘ auf ‚Ja‘ gestellt werden damit identische Stäbe aus unterschiedlichen Paketen unterschiedlich Laufnummern bekommen. Alternativ kann man die Pakete/ Elemente bei der Sortierung nicht berücksichtigen und für jedes Paket eine gesonderte Maschinenablage machen. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass Pakete/Elemente bei der Übergabe immer berücksichtigt werden. Hat man sie bei der Sortierung nicht berücksichtigt, bekommt man bei der Übergabe aller Pakete eine Fehlermeldung, da unterschiedliche Bauteile (da aus verschiedenen Paketen) die selbe Laufnummer haben.

**Markierungen mit Nummern:** Soll die Abbund Anlage die Laufnummern der Sparren in die zugehörigen Sparrenmarkierungen der Pfetten ‚drucken‘ oder ‚beschriften‘, so kann man diese Information entweder für alle Pfetten oder für die zuvor aktivierten Pfetten eintragen lassen.

### Die Maschinenübergabe meldet „unterschiedliche Bauteile mit gleicher Laufnummer“? <a href="#toc193714260" id="toc193714260"></a>

In allen Maschinenprogrammen entspricht die Laufnummer aus unserer Sortierung der Zeilennummer des Stabes. Es ist also nicht möglich, unterschiedliche Stäbe mit der gleichen Laufnummer ins Maschinenprogramm zu übergeben, da sonst unterschiedliche Informationen in der gleichen Zeile stehen müssten. In diesem Fall wird die Maschinenübergabe verhindert und es kommt zur Fehlermeldung. Wenn die Fehlermeldung erscheint, müssen die Sortiereinstellungen und die Einstellung zur Berücksichtigung der Gebäudeelemente überprüft werden.

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### Wie kann ich eine Maschinendatei erzeugen?

Die Funktion kann aus jedem Modellbereich unter 1-02-1 "Übergabe für Abbundanlage" gestartet werden. Wie viele Ergebnisse oder Ausgaben findet sich diese Funktion nicht in den Kontextmenüs.

### Kann man den Bauteilen in der Maschinenübergabe eine Laufnummer mitgeben, die von der Maschine auf die Bauteile geschrieben wird?

Ja, in der Maschinenübergabe findet man in der Einstellung für die Maschinenübergabe die Option "Position" Laufnummer. Hier gibt man an, auf welcher Seitenfläche und auf welcher Stirnseite diese Beschriftung als Laufnummer stehen soll. Typischerweise wird der Stabanfang (A) und die Staboberseite (E) verwendet.

### Die Beschriftung der Bauteile auf der Maschine trifft genau auf eine Bearbeitung, so dass die Beschriftung nicht sichtbar ist und eigentlich verschoben werden müsste?

Ab der Version 26.02 besteht dazu die Möglichkeit, dass die bedruckbaren Bereiche analysiert werden.\
Bedruckbare Bereiche: Im Postprozessor wurde eine neue Analyse für die Maschinen mit Cambium / BTL / BTLx eingebaut, mit der man die Bauteilbeschriftung an eine Stelle verschieben lassen kann, an der sich keine Bearbeitung befindet.\
Unter den Werkzeugen gibt es für jede Maschine ein Werkzeug mit der Bezeichnung "Textausgabe", "Beschriftung" oder "Markierung". Mit diesen Werkzeugen werden die Bauteilbeschriftungen an die Maschine übergeben, sobald man unter "Position Laufnummer" ein Stabende und eine Stabseite ausgewählt hat. Der Inhalt der Beschriftung wird im jeweiligen Werkzeug definiert und dort wurden folgende Zusatzfelder eingebaut:

* Beschriftung in feien Bereich legen: Sobald diese Checkbox eingeschaltet ist, wird die Analyse gestartet, die nach freien Bereichen sucht. Gesucht wird dabei auf der Stabseite, die unter "Position Laufnummer " festgelegt wurde.\
  \- Offset für freien Beschriftungs-Bereich: Mit dem hier eingegebenen Abstand zu dem Stabende aus "Position Laufnummer" startet das Programm mit der Suche nach freien Bereichen.\
  \- Mindestlänge freier Beschriftungs-Bereich: Die hier eingegebene Länge muss mindestens zwischen zwei Bearbeitungen frei sein, damit der Bereich als bedruckbarer Bereich gilt.\
  Bei der Analyse macht das Programm folgendes:
* Das Programm sucht auf der Stabseite, die für die Beschriftung unter "Position Laufnummer" eingestellt wurde. Dabei beginnt es an dem ebenfalls unter "Position Laufnummer" festgelegten Stabende mit dem eingestellten Offset.
* Sobald auf der gewählten Stabseite ein bedruckbarer Bereich gefunden wurde, wird die Beschriftung an diese Position verschoben.
* Wenn das Programm auf der eingestellten Stabseite keinen freien Bereich findet, wird die Beschriftung an die Stelle gelegt, die im Feld "Abstand vom Stabende für die Nummerierung" festgelegt wurde.

Hinweis zu Bearbeitungen:

* Abgratungen verlaufen immer über die gesamte Länge einer Stabseite und verhindern daher generell einen bedruckbaren Bereich.
* Fasen verlaufen ebenfalls immer über die gesamte Länge einer Stabseite, sind in der Regel aber sehr klein. Daher werden sie als Bearbeitungen für bedruckbare Bereiche ignoriert, sie verhindern damit niemals einen bedruckbaren Bereich.
* Fälze verlaufen auch über die gesamte Länge zweier Stabseiten und können sehr schmal, aber auch sehr breit sein. Daher prüft das Programm, die Breite jedes Falzes in der jeweiligen Stabfläche. Wenn die Breite des Falzes nicht größer als 10% der Breite der jeweiligen Fläche ist, wird er ignoriert wie eine Fase. Ist der Falz breiter als 10% der Stabfläche verhindert er einen bedruckbaren Bereich für die gesamte Stabseite.

### Gibt es die Möglichkeit, die Laufnummern der Sparren in die Markierungen auf der Pfette zu schreiben?

Ja, das findet man in der Sortierung. Dort im Bereich Dach gibt es die Option "Markierungen mit Nummern". Hier kann man wählen, ob alle Pfetten oder aktive Pfetten die Nummern bekommen sollen.\
Wählt man "aktive Pfetten", muss man im nächsten Schritt noch die Pfetten wählen, bei denen die Markierungen die Laufnummer vom Sparren enthalten sollen.

### Ausnehmungen im Programm werden eckig angezeigt, aber auf der Maschine rund ausgefräst, kann man die Ecken auch ausfräsen lassen?

Ja, das funktioniert über den Wert, den man bei der Ausnehmungsfunktion bei "Erhalt der Ecken" eintragen kann.\
Durch den Wert in dem Feld Erhalt der Ecken bestimmt man, wie die Ecken der Ausnehmung auf der Maschine ausgearbeitet werden sollen.\
Wird hier der Wert Null eingeben, werden die vier Ecken der Ausnehmung auf der Maschine ausgerundet. Das bedeutet, abhängig vom Werkzeugradius, bleibt in den Ecken noch etwas Material stehen.

<figure><img src="https://203243720-files.gitbook.io/~/files/v0/b/gitbook-x-prod.appspot.com/o/spaces%2FVSl05KaXaeAZIrg6qXmq%2Fuploads%2FrHlPorn1cvRPXQz013b0%2Fgrafik.png?alt=media&#x26;token=d528707a-41d0-4ca4-8589-54f2bfec538f" alt="" width="375"><figcaption></figcaption></figure>

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Möchten man, dass das Rechteck der Ausnehmung ganz ausgenommen wird, muss man in diesem Feld den negativen Werkzeugradius eingeben.\
Für einen Fingerfräser mit 4 cm Durchmesser müsste man also den Wert -0,02 m eingeben. Die Ausnehmung wird auf der Maschine dann so erzeugt, dass ein Körper mit der Breite und Höhe der Ausnehmung, ohne Nacharbeiten in die Ausnehmung eingebracht werden kann.

### Kann man die Eckkerve beim Gratsparren auch ausrunden oder ausstechen lassen?
